Semaglutid

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 40 , Nummer 8, PK1058
    Redaktionsschluss: 23. Januar 2019
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2018.1058
  • Semaglutid ist ein weiterer GLP-1-Rezeptoragonist, der nur einmal wöchentlich injiziert werden muss und wie z.B. Liraglutid makrovaskuläre Komplikationen reduziert. Das Nutzen/Risiko-Verhältnis einer chronischen Verabreichung ist noch nicht definitiv geklärt.

Semaglutid (Ozempic®), ein neuer GLP-1-Rezeptoragonist, kann als Monotherapie (bei Unverträglichkeit von Metformin) sowie in Kombination mit anderen Antidiabetika bei Typ-2-Diabetes verwendet werden.

Chemie/Pharmakologie
Bei Nahrungszufuhr wird im Darm ein Peptidhormon, das Glukagon-ähnliche Typ-1-Peptid («glucagon-like peptide 1», GLP-1) freigesetzt. GLP-1-Rezeptoragonisten («Glutide») sind Polypeptide mit einer GLP-1-ähnlichen Aminosäurensequenz, die sich wie das menschliche GLP-1 an die entsprechenden Rezeptoren im Pankreas binden und dessen Wirkung imitieren. Glutide regen die Insulinsekretion an, unterdrücken die postprandiale Glukagonsekretion, verlangsamen die Magenentleerung und erhöhen das Sättigungsgefühl. Semaglutid unterscheidet sich von dem schon länger bekannten Liraglutid (Victoza®) in erster Linie durch eine längere («optimierte») Fettsäure-Seitenkette, die zu einer stärkeren Bindung an Albumin führt.(1)

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Semaglutid (23. Januar 2019)
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pharma-kritik, 40/No. 8
PK1058