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Baricitinib

  • Autor(en): Urspeter Masche
  • pharma-kritik-Jahrgang 40 , Nummer 4, PK1049
    Redaktionsschluss: 27. Juli 2018
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2018.1049
  • Wie Tofacitinib ein Januskinase-Hemmer, kann Baricitinib bei der rheumatoiden Arthritis eingesetzt werden, wenn Methotrexat nicht genügend wirkt oder nicht vertragen wird. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer langfristigen Verabreichung von Januskinase-Hemmern ist jedoch noch ungenügend definiert.

Baricitinib (Olumiant®) wird zur Basistherapie der rheumatoiden Arthritis empfohlen.

Chemie/Pharmakologie
Baricitinib gehört wie Tofacitinib (Xeljanz®) zu den Januskinase-Hemmern. Bei dieser Substanzgruppe handelt es sich um synthetisch hergestellte, oral verabreichbare Medikamente, was sie von den biotechnologisch produzierten Biologika unterscheidet. Januskinasen sind zytoplasmatische Tyrosinkinasen, welche die sogenannten STAT-Proteine («Signal Transducers and Activators of Transcription») aktivieren. STAT-Proteine regulieren im Zellkern die Transkription von bestimmten Genen. Es sind vier Januskinasen bekannt, die mit den Kürzeln JAK1, JAK2, JAK3 und TYK2 bezeichnet werden. Baricitinib blockiert selektiv JAK1 und JAK2. Beide sind an der Bildung von Interleukinen (IL-6, IL-21 u.a.) und Interferonen beteiligt, die bei der Pathogenese der rheumatoiden Arthritis eine wichtige Rolle spielen.(1)

Geschätzte Lesedauer: Von 7 bis 9 Minuten

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Baricitinib (27. Juli 2018)
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pharma-kritik, 40/No. 4
PK1049