Oberflächliche Thrombophlebitis

  • Autor(en): Renato L. Galeazzi
  • pharma-kritik-Jahrgang 40 , PK1064, Online-Artikel
    Redaktionsschluss: 16. April 2019
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2018.1064
  • Es nicht völlig klar, wie man eine oberflächliche Thrombophlebitis am besten behandelt. Neuere Guidelines empfehlen eine Behandlung, die sowohl die lokalen Symptome mildert als auch die Ausdehnung ins tiefe Beinvenensystem verhindert. Neben lokal oder systemisch angewandten Entzündungshemmern und Kompressionsstrümpfen werden teilweise auch Antikoagulantien eingesetzt. Die meisten dieser Interventionen sind jedoch spärlich dokumentiert.
Eine oberflächliche Thrombophlebitis an den Beinen kann als selbstlimitierende und benigne Erkrankung angesehen werden, aber auch als ein gefährlicher Zustand, der mit einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) und Lungenembolien (LE) vergesellschaftet ist (1,2). Die oberflächliche Thrombophlebitis wurde bisher nur einmal in unseren Publikationen erwähnt, nämlich im Rahmen einer Zusammenfassung einer Studie über die Wirkung von Enoxaparin (Clexane®) (3). Hier folgt nun eine Zusammenfassung einer Übersichtsarbeit aus dem «Drug and Therapeutics Bulletin» (DTB), die 2017 erschienen ist (4). 

Kontext
Im DTB wird statt von Thrombophlebitis von einer oberflächlichen Beinvenenthrombose (OBVT) gesprochen, weil die Entzündung in den meisten Fällen eine Folge der Thrombosierung und nicht die Ursache dafür sei. Typisch sei das Auftreten eines warmen, schmerzhaften, erythematösen und palpierbaren Strangs entlang dem Verlauf einer oberflächlichen Vene. Eine Varikose ist der Hauptrisikofaktor, in 80-90% der Fälle vorhanden. Die meisten dieser Fälle heilen ab, ohne dass medizinische Hilfe aufgesucht wird.

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Oberflächliche Thrombophlebitis (16. April 2019)
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