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Silodosin

  • Autor(en): Alexandra Röllin
  • pharma-kritik-Jahrgang 39 , Nummer 10, PK1030
    Redaktionsschluss: 15. Februar 2018
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2017.1030
  • Ein Alpha-Rezeptorblocker zur Behandlung von Miktionsbeschwerden bei älteren Männern, der gesamthaft kein günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis als andere Alphablocker aufweist.

Mit Silodosin (Urorec®) ist seit Dezember 2016 neben Terazosin (Hytrin®), Alfuzosin (Xatral® und Generika) und Tamsulosin (Pradif®, Omix® und Generika) der vierte Alphablocker, der zur Behandlung von Miktionsbeschwerden («Lower Urinary Tract Symptoms», LUTS) bei älteren Männern empfohlen wird, auf dem Schweizer Markt erhältlich. Die Substanz ist in Japan bereits seit 2006, in den USA seit 2008 und in der EU seit 2010 zugelassen.

Chemie/Pharmakologie
Wie die übrigen Alpharezeptorblocker hemmt Silodosin die Alpha-1-Adrenorezeptoren in der glatten Muskulatur von Prostata, Blase und Urethra und vermag so durch eine Entspannung der glatten Muskulatur sowohl obstruktive als auch irritative Miktionsbeschwerden bei Männern zu lindern.  Von den Alpha-1-Adrenorezeptoren existieren die drei Untertypen Alpha-1a, Alpha-1b und Alpha-1d. Die Alpha-1a-Rezeptoren kommen hauptsächlich im Bereich der ableitenden Harnwege vor und scheinen in den Gefässen kaum eine Rolle zu spielen. Da Silodosin in vitro eine stärker ausgeprägte Selektivität für den Alpha-1a-Rezeptor als alle anderen Alpharezeptorblocker zeigt (Alpha-1a zu Alpha-1b: Bindungsverhältnis von 162:1), verspricht man sich davon ein besonders günstiges Verhältnis von erwünschten zu unerwünschten Wirkungen.(1,2)

Geschätzte Lesedauer: Von 8 bis 11 Minuten

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Silodosin (15. Februar 2018)
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pharma-kritik, 39/No. 10
PK1030