Losartan reduziert Mikroalbuminurie

Während die vorteilhaften Auswirkungen der ACEHemmer auf die Mikroalbuminurie bei Personen mit Diabetes mellitus und normalem Blutdruck gut dokumentiert sind, ist dies für Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten (Sartane) bisher nicht der Fall. In einer holländischen Doppelblindstudie, die nur 10 Wochen dauerte, wurde deshalb untersucht, ob sich mit Losartan (Cosaar®) eine entsprechende Wirkung erreichen liesse. 147 Personen mit einem Typ-2-Diabetes und einer Mikroalbuminurie, jedoch mit normalem Blutdruck, nahmen an der Studie teil. 74 Personen erhielten Losartan (zuerst 50 mg/Tag, in den zweiten 5 Wochen 100 mg/Tag), 73 erhielten entsprechende Placebos. In der Losartan-Gruppe wurde bereits nach den ersten 5 Wochen eine durchschnittlich um 25% reduzierte Albuminausscheidung festgestellt; nach 10 Wochen betrug die relative Reduktion der Albuminuasscheidung im Mittel 34%. In der Placebogruppe veränderte sich die Albuminausscheidung kaum. Unter Losartan sank der Blutdruck etwas ab, die Kreatininclearance blieb unverändert. Bei einem Typ-2-Diabetes ohne Hypertonie lässt sich also mit Losartan eine vorteilhafte Wirkung auf die Mikroalbuminurie erreichen; langfristige Auswirkungen auf die Nierenfunktion können auf Grund dieser kurzen Studie nicht abgeschätzt werden.

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Losartan reduziert Mikroalbuminurie ( 2003)