TELEGRAMM: Vergleich von Mitralklappenersatz mit Mitralklappenrekonstruktion

In dieser randomisierten Studie wurde bei 251 Patientinnen und Patienten mit einer Mitralinsuffizienz, die aufgrund einer transösophagealen Echokardiographie die Indikationskriterien für eine Operation erfüllten, entweder ein Mitralklappenersatz – mit oder ohne gleichzeitige aorto-koronare Bypassoperation – oder eine Mitralklappenrekonstruktion durch­geführt. Zwölf Monate nach der Operation war der primäre Endpunkt der beiden Gruppen, der als mittlerer «endsystolischer linksventrikulärer Volumenindex» im Echokardiogramm als Mass für die Erholung des Myokards definiert war, nicht signifikant verschieden. Auch die Mortalität nach 30 Tagen und nach einem Jahr, nennenswerte postoperative Komplikationen oder die Rehospitalisationsrate (sekundäre Endpunkte) waren nicht unterschiedlich. Dagegen war ein Rezidiv der Mitralinsuffizienz nach einem Jahr mit 33% in der Gruppe mit Mitralklappenrekonstruktion signifikant häufiger als in der Gruppe mit Mitralklappenersatz mit 2%.

Telegramm von Niklaus Löffel

Standpunkte und Meinungen
  • Es gibt zu diesem Artikel keine Leserkommentare.
infomed-screen 18 -- No. 2
Copyright © 2025 Infomed-Verlags-AG
Vergleich von Mitralklappenersatz mit Mitralklappenrekonstruktion ( 2014)