Ich möchte ab diesem Jahr den Februar dazu nutzen, die mediterrane Flora vorzustellen. Der Mittelmeerraum ist durch ein Klima mit heissen, trockenen Sommern und kühlen, nassen Wintern gekennzeichnet. Geophyten sind Pflanzen, die ungünstige Lebensbedingungen mit Hilfe unterirdischer Organe überstehen, das können Zwiebel, Knollen oder sogenannte Rhizome sein. Diese Organe speichern Nährstoffe und tragen die Erneuerungsknospen für das folgende Jahr. Die Liliengewächse sind typische Beispiele dafür.

Die vorgestellte Pflanze des Monats heisst in der Gärtnersprache Junkerlilie, sie kann auch in unseren Breitengraden gepflanzt werden. Die Wildform ist im zentralen und östlichen Mittelmeerraum verbreitet (Italien, Balkan, Türkei). Die stattliche Pflanze (Höhe bis 1 m) wächst in Garriguen und Felsfluren, die Blütezeit ist März bis Juni.

Die weiss blühenden Affodil (Gattung Asphodelus) sind schon den Menschen in der Antike aufgefallen: die griechische Mythologie stellte sich die Unterwelt mit Asphodelus-Wiesen vor.

Die grosse Familie der Liliengewächse wurde in den letzten Jahren von der Wissenschaft aufgegliedert, die Pflanze gehört heute zu den Grasbaumgewächsen (Xanthorroeaceae).

Mein Bild stammt von der Gargano-Halbinsel in Apulien.

 

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