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Höherdosierte Steroide als Auslöser eines Vorhofflimmerns?

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 2. Juni 2006

In einer holländischen Fall-Kontroll-Studie wurden 385 Personen, bei denen neu ein Vorhofflimmern diagnostiziert worden war, über 6000 Kontrollpersonen gegenübergestellt. In der Fallgruppe fanden sich signifikant mehr Personen, die innerhalb eines Monats vor dem Auftreten des Vorhofflimmerns ein höherdosiertes Steroid erhalten hatten (in einer Äquivalenzdosis von mindestens 7,5 mg Prednison pro Tag, peroral, parenteral oder rektal verabreicht); die "Odds Ratio" (OR) lag dabei über 6. Der arrhythmogene Effekt der Steroide beruht möglicherweise auf ihrer mineralokortikoiden Wirkung mit Natrium- und Flüssigkeitsretention bzw. darauf, dass sie zu einem Kaliumausstrom aus den Zellen führen. Es scheint aber auch, dass Steroide nicht direkte Ursache, sondern mehr auslösender Faktor eines Vorhofflimmerns sind. Abstract der Studie aus "Archives of Internal Medicine":
http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/166/9/1016

 
Höherdosierte Steroide als Auslöser eines Vorhofflimmerns? (2. Juni 2006)
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