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Pergolid (Permax®) möglicherweise mit Herzklappenfehlern assoziiert

Verfasst von:
Datum: 3. Januar 2003

In der Zeitschrift «Mayo Clinic Proceedings» werden drei Patientinnen beschrieben, bei denen eine schwere Trikuspidalinsuffizienz und zum Teil weitere Herzklappenfehler diagnostiziert worden waren. Sie hatten wegen eines Parkinson-oder «Restless legs»-Syndroms seit mehreren Jahren Pergolid in einer Tagesdosis von 1,5 bis 6 mg eingenommen. Pergolid ist ein Dopaminagonist mit einer ergotaminähnlichen Struktur. Der Verdacht, dass die Herzklappenfehler durch Pergolid hervorgerufen sind, ergab sich, weil die echokardiografischen und histologischen Befunde an Klappenveränderungen erinnerten, wie sie durch ein Karzinoid oder durch Medikamente (Ergotamine, Appetitzügler) verursacht werden. Bereits vor einigen Jahren ist berichtet worden, dass unter Pergolid retroperitoneale, perikardiale und pleurale Fibrosen vorgekommen waren; es scheint, dass sich im Endokard Ähnliches manifestieren kann.

Volltexte der Fallberichte und des begleitenden Editorials (PDF-Files, «Acrobat Reader» nötig):
http://www.mayo.edu/proceedings/2002/dec/7712a1.pdf
http://www.mayo.edu/proceedings/2002/dec/7712e1.pdf

«pharma-kritik»-Nummer zur Parkinsontherapie mit einem Abschnitt zu Pergolid:
http://www.infomed.org/pharma-kritik/pk17b-97.html


 
Pergolid (Permax®) möglicherweise mit Herzklappenfehlern assoziiert (3. Januar 2003)
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