Gastrointestinale Perforationen unter Januskinase-Hemmern
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 25. August 2025
Mit einer Disproportionalitätsanalyse, für die man sich der FDA-Nebenwirkungsdatenbank bediente, wurde untersucht, ob die bei rheumatoider Arthritis eingesetzten Januskinase-Hemmer wie Tofacitinib (Xeljanz®), Upadacitinib (Rinvoq®) und Baricitinib (Olumiant®) das Risiko von gastrointestinalen Perforationen erhöhen. Man stellte fest, dass gastrointestinale Perforationen unter Januskinase-Hemmern fast doppelt so häufig vorgekommen waren wie unter TNF-α-Hemmern oder anderen biologischen Basismedikamenten (ROR = 1,98 [1,69–2,31]). Bei den Januskinase-Hemmern dauerte es im Median 9 Monate, bis sich die Perforation manifestierte, und die Perforationen traten sowohl im oberen wie im unteren Gastrointestinaltrakt auf. Ausserdem beobachtete man, dass das Risiko einer Perforation noch höher liegt, wenn gleichzeitig ein nichtsteroidaler Entzündungshemmer oder ein Steroid eingenommen wird.
Volltext der Studie aus «United European Gastroenterology Journal»: Gastrointestinal Perforations Associated With JAK Inhibitors: A Disproportionality Analysis of the FDA Adverse Event Reporting System
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