Anästhesiemethode hat keinen Einfluss auf Delir-Häufigkeit

  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 20. September 2022

In einer randomisierten Studie wurde untersucht, ob nach einer – periduralen oder spinalen – Regionalanästhesie (ohne Sedation) ein postoperatives Delir seltener auftrete als nach einer Allgemeinanästhesie. Das Studienkollektiv bestand aus Patientinnen und Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren, die eine Hüftfraktur erlitten hatten. Beim primären Endpunkt, dem Auftreten eines Delirs innerhalb der ersten sieben postoperativen Tage, ergab sich für die beiden Anästhesieverfahren kein signifikanter Unterschied. In der Regionalanästhesie-Gruppe entwickelte sich bei 6,2% der Operierten ein Delir, in der Allgemeinanästhesie-Gruppe bei 5,1% (Differenz = 1,1% [95% CI, −1,7% bis 3,8%]).

Volltext der Studie aus dem JAMA: Effect of Regional vs General Anesthesia on Incidence of Postoperative Delirium in Older Patients Undergoing Hip Fracture Surgery

News: Anästhesiemethode hat keinen Einfluss auf Delir-Häufigkeit (20. September 2022)
Copyright © 2022 Infomed-Verlags-AG