Teprotumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den Rezeptor des ««insulin-like growth factor-1» hemmt. Seine Wirksamkeit bei aktiver Schilddrüsen-bedingter Augenkrankheit wurde in zwei Doppelblindstudien dokumentiert. Ob er längerfristig wirksamer ist als die bisher verwendete Therapie mit Methylprednisolon, ist nicht gesichert. Er verursacht häufig Nebenwirkungen, teilweise durchaus relevanter Natur (Gehörsschäden, Hyperglykämien).
Metamizol bleibt ein Medikament der 2. Wahl, das nur bei starken Schmerzen oder hohem Fieber eingesetzt werden darf, wenn andere Massnahmen unwirksam oder kontraindiziert sind.
Ein Neurokinin-Hemmer, der vasomotorische Symptome in und nach der Menopause lindern kann. Seine Wirksamkeit ist jedoch relativ bescheiden. Zudem ist mit störenden zentralnervösen Nebenwirkungen zu rechnen.
Die Diskussion um ein erhöhtes Pankreatitis-Risiko unter GLP-1-Rezeptoragonisten wird seit Jahren kontrovers geführt.
Die Wirksamkeit von Dreifach-Therapien sinkt weltweit aufgrund zunehmender Resistenz gegen Clarithromycin und Fluorchinolone. Dadurch wächst der Bedarf an Strategien, die Eradikationsraten stabilisieren.
Ein direkter Vergleich von Atogepant und Topiramat fehlte bislang. In einer Doppelblindstudie wurde nun die Häufigkeit von Migräneanfällen und die Verträglichkeit der beiden Medikamente untersucht.
In den USA ist neu eine intravenöse Formulierung von Fosfomycin zur Behandlung komplizierter Harnwegsinfekte mit E. coli oder Klebsiella pneumoniae zugelassen worden.
Das britische «Drug and Therapeutics Bulletin» berichtet zu einer grossen randomisierten Studie, in der bei Scabies die lokale Applikation einer Permethrin-Creme mit der oralen Verabreichung von Ivermectin verglichen wurde.
Trotz statistischer Signifikanz war der Erfolg der hier durchgeführten Intervention zum Deprescribing bescheiden.