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Nierenarterienstenose: CT und MR mässig sensitiv

a -- Vasbinder GB, Nelemans PJ, Kessels AG et al.; Renal Artery Diagnostic Imaging Study in Hypertension (RADISH) Study Group. Accuracy of computed tomographic angiography and magnetic resonance angiography for diagnosing renal artery stenosis. Ann Inte [Link]
Zusammerfasser(in): Peter Ritzmann
infomed screen Jahrgang 9 (2005) , Nummer 3
Datum der Ausgabe: März 2005

Nierenarterienstenosen sind eine der häufigeren Ursachen einer sekundären Hypertonie. Die arterielle Angiographie als «Goldstandard» ist für die Untersuchten belastend, weshalb nicht-invasive Methoden wie Doppler-Sonographie, CT-bzw. MR-Angiographie heute von den meisten Fachleuten vorgezogen werden. Dazu kommt das Problem der Nierenschädigung durch Kontrastmittel, die bei der arteriellen und bei der CT-Angiographie benötigt werden. In der aktuellen Studie wurde die diagnostische Zuverlässigkeit von CT- und MR-Angiographie mit einer intraarteriellen digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) verglichen.

Bei 356 Personen, die mit der Frage nach einer Nierenstenose zugewiesen worden waren, konnten alle drei Verfahren durchgeführt werden. Als klinisch signifikant bewertet wurden Stenosen von 50% oder mehr in der DSA. Die Sensitivität und Spezifität der CT-Angiographie betrugen 64% und 92%, diejenigen der MR-Angiographie 62% und 84%. Bei beiden Methoden gab es erhebliche Probleme bei der Interpretation der Bilder: die Übereinstimmung der Beurteilung war höchstens mittelhoch. Die Studienverantwortlichen halten CT- und MR-Angiographie deshalb für zu wenig zuverlässig, um eine Nierenarterienstenose auszuschliessen.

Die aktuelle Studie zeigt die heutigen Grenzen von CT- und MR-Angiographie zur Suche von Nierenarterienstenosen auf. Trotzdem werden nicht-invasive Verfahren in Zukunft wohl weiter an Bedeutung gewinnen. Wie im begleitenden Editorial kommentiert wird, ist die Diagnose einer einseitigen 50%igen Nierenarterienstenose nur von begrenzter klinischer Bedeutung, eine Revaskularisation in solchen Fällen von fraglichem Nutzen. Entscheidender als die Sensitivität einer Untersuchung ist hier, wie das Verhältnis bezüglich Risiken durch die Untersuchungen zum möglichen Nutzen einer allfälligen Revaskularisation aussieht.

Zusammengefasst von Peter Ritzmann

 

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infomed-screen 9 -- No. 3
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Nierenarterienstenose: CT und MR mässig sensitiv (März 2005)
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