Wadenstrümpfe nach Thrombose

  • r -- Prandoni P, Lensing AW, Prins MH et al. Below-knee elastic compression sto-ckings to prevent the post-thrombotic syndrome: a randomized, controlled trial. Ann Intern Med 2004 (17. August); 141: 249-56 [Link]
  • Zusammengefasst von: Peter Ritzmann
  • infomed screen Jahrgang 8 (2004) , Nummer 11
    Datum der Ausgabe: November 2004

Obwohl ihr Nutzen in der Verhinderung von postthromboti-schen Veränderungen in einer randomisierten Studie belegt wurde, werden Kompressionsstrümpfe nach tiefen Beinve-nenthrombosen immer noch nicht konsequent eingesetzt. In einer italienischen Studie wurden 180 Personen unter-sucht, die mit einer ersten symptomatischen proximalen tie-fen Beinvenenthrombose ins Spital eingewiesen wurden. Sie wurden je nach Ursache während 3 oder 6 Monaten oder andauernd antikoaguliert. Nach dem Zufall erhielten sie bei Spitalaustritt Kompressions-Wadenstrümpfe (Kompression von 30 bis 40 mm Hg, entsprechend Kompressionsklasse 2 bis 3) oder keine Zusatztherapie. Alle 6 Monate erfolgte ei-ne Nachkontrolle durch Untersuchende, denen die Thera-pie nicht bekannt war. Postthrombotische Syndrome wurden nach 2 Jahren in der Kontrollgruppe bei 49% und in der Kompressionsgruppe bei 25% diagnostiziert, schwere For-men fanden sich bei 11% gegenüber 3%.

Zusammengefasst von Peter Ritzmann

Die Resultate bestätigen eine niederländische Studie, die vor 7 Jahren veröffentlicht wurde (infomed-screen Mai/Juni 1997). Eine Waden-Kompressionstherapie unmittelbar nach dem Auftreten einer ersten tiefen Beinvenenthrombose ver-hindert etwa die Hälfte der postthrombotischen Syndrome.

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infomed-screen 8 -- No. 11
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Wadenstrümpfe nach Thrombose (November 2004)