Stosswellentherapie bei Tendinitis der Rotatorenmanschette

  • r -- Gerdesmeyer L, Wagenpfeil S, Haake M, et al. Extracorporeal shock wave therapy for the treatment of chronic calcifying tendonitis of the rotator cuff: a randomized controlled trial. JAMA 2003 (19. November); 290: 2573-80 [Link]
  • Zusammengefasst von: Stephan Reichenbach
  • infomed screen Jahrgang 8 (2004) , Nummer 4
    Datum der Ausgabe: April 2004

Die extrakorporelle Stosswellentherapie (ESWT) wird zur Therapie der verkalkenden Tendinitis der Rotatorenmanschette empfohlen. In dieser placebokontrollierten Studie wurden 144 Personen mit 2 verschiedenen Intensitäten oder einer Scheinintervention behandelt. Die Intervention bestand aus 2 Applikationen im Abstand von 2 Wochen. Intravenöse Schmerzmittel und Sedierung wurden bei Bedarf eingesetzt. Die «Constant and Murley»-Skala, die sich aus den Parametern Schmerzintensität, Funktion und Kraft zusammensetzt und maximal 100 Punkte umfasst, wurde bei Studienbeginn und nach 6 Monaten bestimmt.

In der Analyse nach 6 Monaten wurde in allen 3 Gruppen eine Abnahme der Punktezahl in der «Constant and Murley»-Skala beobachtet. Die Reduktion war in den ESWT-Gruppen ausgeprägter als in der Placebo-Gruppe: -31 Punkte (Hoch-Energie- ESWT), -15 Punkte (Niedrig-Energie-EWST), -7 Punkte (Placebo). Die Applikation von höheren Energie-Dosen war statistisch signifikant wirksamer als die Niedrig-Energie-Therapie. Radiologisch zeigte sich mit ESWT eine Abnahme der Verkalkungen. Die ESWT führte oft zu Petechien, Blutungen und Hämatomen und 10% der aktiv behandelten Personen benötigten intravenöse Schmerzmittel. Diese unerwünschten Wirkungen könnten die Verblindung beeinträchtigt haben, was von den Studienverantwortlichen leider nicht diskutiert wird

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infomed-screen 8 -- No. 4
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Stosswellentherapie bei Tendinitis der Rotatorenmanschette (April 2004)