TELEGRAMM: Restriktive Transfusionsstrategie reduziert Infek­tionsrisiko im Spital

  • m -- Rohde JM, Dimcheff DE, Blumberg N et al. Health care-associated infection after red blood cell transfusion: a systematic review and meta-analysis. JAMA 2014 (2. April); 311: 1317-26 [Link]
  • Zusammengefasst von: Niklaus Löffel
  • infomed screen Jahrgang 18 (2014) , Nummer 4
    Datum der Ausgabe: August 2014

In dieser Meta-Analyse von 18 Studien mit total 7'593 hospitalisierten Personen wurde untersucht, ob das Risiko für eine schwere Infektion (Sepsis, Pneumonie, Mediastinitis, Wundinfektion) abhängt von der Strategie, wann Bluttransfusion verabreicht werden. Mit einer restriktiven Strategie (Schwellenwert des Hämoglobins für eine Transfusion 6,4 bis 9,7 g/dl) betrug das gepoolte Risiko für alle schweren Infektionen 12%, mit einer liberalen Strategie (Schwellenwert 9,0 bis 11,3 g/dl) 17%. Unabhängig vom Grund der Hospitalisation betrug das relative Risiko 0,82, bei orthopädischen Eingriffen 0,70 und bei Sepsis 0,51. Die Einführung einer restriktiven Transfusionsstrategie kann zur Vermeidung von im Spital erworbenen Infektionen beitragen. 

Telegramm von Niklaus Löffel

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infomed-screen 18 -- No. 4
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Restriktive Transfusionsstrategie reduziert Infek­tionsrisiko im Spital (August 2014)