TELEGRAMM: Offenes Foramen ovale: besser operieren oder anti­koagulieren?

  • r -- Meier B, Kalesan B, Mattle HP et al. Percutaneous closure of patent foramen ovale in cryptogenic embolism. N Engl J Med 2013 (21. März); 368: 1083-91 [Link]
  • Zusammengefasst von:
  • infomed screen Jahrgang 17 (2013) , Nummer 6
    Datum der Ausgabe: Dezember 2013

In diesen zwei kontrollierten randomisierten Studien mit 414 bzw. 980 Personen wurde untersucht, ob nach einer kryptogenen zerebralen oder peripheren Embolie ein operativer transluminaler Verschluss des Foramen ovale oder eine antithrombotische Pharmakotherapie für die Vermeidung weiterer kryptogener arterieller Embolien wirksamer ist. In der ersten Arbeit (unter Schweizer Leitung) fand sich lediglich ein nicht-sig­nifikanter Vorteil des Verschlusses. In der zweiten, etwas grösseren Arbeit aus den USA war der Unterschied in der «Intention-to Treat»-Auswertung ebenfalls nicht signifikant (0,7 bzw. 1,4 Rezidive/100 Personenjahre), erreichte aber statistische Signifikanz, wenn nur die tatsächlich Behandelten berücksichtigt wurden (0,4 gegenüber 1,5 Rezidive auf 100 Personenjahre). Dem Verschluss eines Foramen ovale nach einem kryptogenen Schlaganfall den Vorzug vor einer Antikoagulation zu geben, erscheint auf Grund dieser Resultate verfrüht.

Telegramm von Niklaus Löffel

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infomed-screen 17 -- No. 6
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Offenes Foramen ovale: besser operieren oder anti­koagulieren? (Dezember 2013)