TELEGRAMM: Rhythmuskontrolle oder Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern?

  • k -- Ionescu-Ittu R, Abrahamowicz M, Jackevicius CA et al. Comparative effectiveness of rhythm control vs rate control drug treatment effect on mortality in patients with atrial fibrillation. Arch Intern Med 2012 (9. Juli);172:997-1004 [Link]
  • infomed screen Jahrgang 16 (2012) , Nummer 6
    Datum der Ausgabe: Dezember 2012

Ob bei einem neu diagnostiziertem Vorhofflimmern primär die Konversion in einen Sinusrhythmus oder lediglich eine Normalisierung der Herzfrequenz angestrebt werden soll, wird immer noch kontrovers diskutiert. In dieser kanadischen Kohortenstudie wurden 26'130 Personen im Alter über 66, welche wegen eines neu aufgetretenen Vorhofflimmerns hospitalisiert wurden, prospektiv untersucht. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungsdauer von 3,1 Jahren waren 48% der Behandelten verstorben. Ob sie initial Antiarrhythmika erhalten hatten oder nicht, machte insgesamt keinen grossen Unterschied aus (47% gegenüber 50%). Ab dem fünften Behandlungsjahr war das Sterberisiko in der «Rhythmuskontrollgruppe» signifikant niedriger. Da die Behandlungen nicht zufällig zugeteilt wurden, könnte der beobachtete Unterschied allerdings durch Selektions-Effekte vorgetäuscht worden sein.

Telegramm von Niklaus Löffel

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infomed-screen 16 -- No. 6
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Rhythmuskontrolle oder Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern? (Dezember 2012)