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Medikamenten-Programme für iPad und Konsorten

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Zusammerfasser(in): Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 15 (2011) , Nummer 4
Datum der Ausgabe: August 2011

Zurzeit werden in der Rubrik «Medizin» des sogen. App Stores mehr als 2000 Programme («Apps») angeboten. Ein Teil davon ist für den iPad besonders geeignet, andere Apps können mit ähnlichem Nutzen auch im iPhone oder im iPod Touch verwendet werden. Im Vergleich mit der Internet-Verwendung via Browser weisen die Apps ja speziell für die Bildschirme der kleinen Geräte adaptierte Oberflächen auf. Da sich alle diese Geräte in der Schweiz grosser Verbreitung erfreuen, habe ich mich für diesmal speziell mit Apps auseinandergesetzt, die Informationen zu den Arzneimitteln anbieten.

An erster Stelle steht für mich die Gratis-App von Documed, die das gesamte «Arzneimittel-Kompendium der Schweiz» umfasst und leicht zugänglich macht. Das Kompendium ist noch über weitere Apps verfügbar; ich zweifle jedoch, dass diese so bedeutsame Vorteile bieten, dass es sich lohnt, dafür zu bezahlen. Mehr oder weniger gute und kostenlose Apps enthalten den Arzneimittelschatz der USA. Zu nennen sind unter anderem Epocrates und Medscape, RxDrugs (in Skyscape) und Micromedex. Sowohl Epocrates als auch Medscape enthalten auch ein praktisches Interaktionsmodul. Mehrere dieser Apps vermitteln ausserdem weitere medizinische Informationen oder aktuelle Meldungen. Persönlich sehe ich mir Medscape öfter einmal an, z.B. die Meldungen über unerwünschte Wirkungen.

Wenn es darum geht, einen fremdländischen Markennamen in Verbindung mit einem heimischen Namen in Verbindung zu bringen, kann der World Drugs Converter (Preis: 6 Franken) helfen.

Wer sich mit kritisch evaluierter Information befassen will, sollte das British National Formulary (BNF, pro Ausgabe 48 Franken) kaufen; hier gilt:  «medicines .. considered less suitable for prescribing are clearly identified» – ein erfrischender Unterschied zu unseren Industrie-dominierten Informationsquellen. Die beste britische Institution, die sich mit Medikamenten befasst, das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), hat meines Wissens keine App.

Informationen zu Antibiotika sind vor allem bei zwei Anbietern als App erhältlich: ein Angebot ist der seit Jahren beliebte Sanforde Guide (App-Preis: 29 Franken), das andere der Johns Hopkins ABX Guide. Der letztere ist nicht mehr gratis erhältlich; man muss zunächst ein normales Abonnement im Internet kaufen (aktuell $ 24.95, etwa 20 Franken); via eine Gratis-App hat man dann auch im iPad Zugang zur Information.

Sucht man Daten zu klinischen Studien, so findet man diese eventuell in Medscape oder auch – für den kardiovaskulären Bereich – in theheart.org.

Skyscape ist gewissermassen ein medizinischer Gemischtwarenladen, wo sich – gegen Bezahlung – zahlreiche Referenzwerke als Apps (z.B. zu Interaktionen, Medikamenten in der Schwangerschaft oder bei Niereninsuffizienz) finden. Gesamthaft bestätigt sich damit die immer deutlichere Tendenz vom gedruckten Buch weg zur Online-Information.

Etzel Gysling

 

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Medikamenten-Programme für iPad und Konsorten (August 2011)
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