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Häufiger Stressinkontinenz nach Hysterektomie

k -- Altman D, Granath F, Cnattingius S et al. Hysterectomy and risk of stress-urinaryincontinence surgery: nationwide cohort study. Lancet 2007 (27. Oktober); 370: 1494-9 [Link]
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infomed screen Jahrgang 12 (2008) , Nummer 1
Datum der Ausgabe: Januar 2008

Zwischen der Entfernung der Gebärmutter und dem Auftreten von Stressinkontinenz wird schon seit längerem ein Zusammenhang vermutet, bisherige Studienresultate waren jedoch wenig verlässlich. In dieser schwedischen Kohortenstudie wurden 165’260 Frauen, welchen zwischen 1973 und 2003 die Gebärmutter wegen nicht-malignen Veränderungen entfernt wurde, mit einer Kontrollgruppe von 479’506 Frauen ohne diese Operation bezüglich der Rate von chirurgischen Eingriffen wegen Stressinkontinenz verglichen.

Die Beobachtungszeit betrug im Durchschnitt rund 12 Jahre. Bei Frauen mit einer Hysterektomie war die Rate von Stressinkontinenzoperationen doppelt so hoch wie bei Frauen ohne diesen Eingriff (2% gegenüber 1% der Frauen). Das höchste Risiko wurde in den ersten fünf Jahren nach dem Eingriff gefunden. Zwischen den verschiedenen Operationstechniken (abdominal, vaginal und laparoskopisch) konnten nach Korrektur für das Alter und die Anzahl vorangegangener Vaginalgeburten keine Unterschiede gefunden werden.

Die Gebärmutterentfernung gilt heute als gefahrlose Routineoperation. Besonders bei gutartigen Krankheitsbildern müssen aber auch mögliche Langzeitkomplikationen – wie die hier beschriebene Stressinkontinenz – bei der Indikationsstellung berücksichtigt werden. Diese Daten lassen vermuten, dass sich eine von 100 operierten Frauen innerhalb von 12 Jahren einer Stressinkontinenz-Operation unterziehen muss, welche durch die Hysterektomie bedingt war.

Zusammengefasst von Alexandra Röllin

 

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Häufiger Stressinkontinenz nach Hysterektomie (Januar 2008)
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