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HbA1c und Risiko einer Diabetes- Neuerkrankung

  • k -- Droumaguet C, Balkau B, Simon D et al. Use of HbA1c in predicting progression to diabetes in french men and women. Data from an Epidemiological Study on the Insulin Resistance Syndrome (DESIR). Diabetes Care 2006 (Juli); 29: 1619-25 [Link]
  • Zusammengefasst von: Christoph Stettler
  • infomed screen Jahrgang 10 (2006) , Nummer 9
    Datum der Ausgabe: September 2006

Das HbA1c wird als Verlaufsparameter bei bekanntem Diabetes mellitus verwendet. Weniger klar ist seine Rolle als prädiktiver Faktor für die Diabetesentwicklung bei Personen, die (noch) nicht manifest zuckerkrank sind. In dieser Studie verglich man den Voraussagewert des Nüchtern-Blutzuckers und des HbA1c bezüglich Diabetesentwicklung über 6 Jahre bei 2'820 nichtdiabetischen Personen (Nüchternglukose max. 7,0 mmol/l).

30 (2,1%) Frauen und 60 (4,3%) Männer entwickelten einen Diabetes mellitus. Das HbA1c hatte vor allem eine gute Voraussagekraft bei Personen mit einem bei Studienbeginn leicht erhöhten Nüchternblutzucker (definiert als Nüchternglukose zwischen 6,1 und 7,0 mmol/l). Zudem hatte bei dieser Hochrisikogruppe das HbA1c sogar eine höhere Sensitivität und Spezifität als der Nüchternblutzuckerwert. In der gesamten Studienpopulation, also auch jenen mit Nüchternglukosewerten unter 6,1 mmol/l, hatte das HbA1c zwar auch eine gewisse Voraussagekraft bezüglich Diabetesentwicklung, diese war jedoch geringer als diejenige des Nüchternglukosewerts.

Die Studie zeigt, dass das HbA1c in Hochrisikogruppen einen gewissen Nutzen im Abschätzen des Diabetesrisikos haben könnte. Nach wie vor gilt aber zur Zeit, dass die Diagnose eines Diabetes und seiner Vorstufen primär über die Messung der Nüchtern-Plasmaglukose erfolgen soll.

Zusammengefasst von Christoph Stettler

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infomed-screen 10 -- No. 9
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HbA1c und Risiko einer Diabetes- Neuerkrankung (September 2006)