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Meta-Analysen: Qualitätsprobleme der Primärstudien

  • k -- Moja LP, Telaro E, D'Amico R et al. Assessment of methodological quality of primary studies by systematic reviews: results of the metaquality cross sectional study. BMJ 2005 (7. Mai); 330: 1053-7 [Link]
  • Zusammengefasst von: Peter Ritzmann
  • infomed screen Jahrgang 9 (2005) , Nummer 7
    Datum der Ausgabe: Juli 2005

Die Qualität der eingeschlossenen Studien ist kritisch für eine Meta-Analyse, aber nicht einfach zu erfassen und noch schwieriger bei der eigentlichen Analyse zu berücksichtigen. In der vorliegenden Studie wurde der Umgang mit diesem Problem anhand von 965 systematischen Übersichten (wovon 854 «Cochrane-Reviews») untersucht.

Eine formale Beurteilung der Qualität der eingeschlossenen Studien wurde bei den meisten systematischen Übersichten durchgeführt. Hier schnitten die «Cochrane-Reviews» besser ab als die übrigen (94% gegenüber 60%). Etwa bei der Hälfte der Arbeiten floss die Qualitätsbeurteilung auch in die Analyse und Interpretation der Resultate der Meta-Analyse. Dies gilt für die «Cochrane-Reviews» und die übrigen Arbeiten in vergleichbarer Weise.

Der immer wieder vorgebrachte Einwand, dass Meta- Analysen durch schlechte Studien verfälscht werden können, ist nach wie vor berechtigt. Es ist zwar lobenswert, dass Anstrengungen unternommen werden, die Qualität der eingeschlossenen Arbeiten zu beurteilen. Es fehlen aber allgemein anerkannte Methoden, wie die Qualität der Studien bei der Analyse und Interpretation der Resultate einer Meta-Analyse berücksichtigt werden kann.

Zusammengefasst von Peter Ritzmann

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infomed-screen 9 -- No. 7
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Meta-Analysen: Qualitätsprobleme der Primärstudien (Juli 2005)