GLP-1-Rezeptoragonisten bei Übergewicht

  • Autor(en): Ulrich Egermann, Stefan Weiler
  • pharma-kritik 2026 April; 48: PK1450
    Publikationsdatum: 17. April 2026
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2026.1450
    • GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA, Inkretine) wurden primär als Antidiabetika entwickelt, gewinnen aber immer mehr Bedeutung in der Behandlung von Übergewicht. Aktuell steht Semaglutid im Vordergrund. Für diesen Wirkstoff ist auch nachgewiesen, dass er kardiovaskuläre Ereignisse verhindern kann. Weitere Medikamente mit einem ähnlichen oder noch besseren Potential sind in der Entwicklung.
    • Aufgrund der Tatsache, dass Semaglutid weltweit sehr häufig verschrieben wird, sind zu dieser Substanz auch unerwünschte Wirkungen verhältnismässig gut dokumentiert.
    • Bei den unerwünschten Wirkungen gelten die häufigen gastrointestinalen Beschwerden (Übelkeit, Völlegefühl) als die wichtigsten Probleme, die jedoch oft mit der Zeit abklingen. Andere Nebenwirkungen sind selten (wie die nicht-arteriitische ischämische Optikus-Neuropathie). Viele Beschwerden stehen nicht in einem sicheren Zusammenhang mit dem Medikament.
    • Eine Therapie mit GLP-1-RA kann erfolgreich sein, wenn sie von geeigneten nicht-medikamentösen Massnahmen begleitet wird: Eine kalorienreduzierte Ernährung und adäquate körperliche Aktivität sind von besonderer Bedeutung. Wesentlich ist zudem, dass die Behandelten regelmässig ärztlich begleitet werden und periodische Gewichts- und Laborkontrollen erfolgen.
Geschätzte Lesedauer: Von 13 bis 18 Minuten

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GLP-1-Rezeptoragonisten bei Übergewicht (17. April 2026)
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pharma-kritik, 48/No. 3
PK1450
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