Fischöl und Vorhofflimmern

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 45 , Nummer 6, PK1306
    Redaktionsschluss: 3. Juni 2024
  • Unter mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren tritt gehäuft ein Vorhofflimmern auf.
Wie «La Revue Prescrire» berichtet, gibt es heute mehrere Meta-Analysen, die auf ein erhöhtes Risiko eines Vorhofflimmerns hinweisen, wenn jemand mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren («Fischöl») einnimmt. Es handelt sich offenbar um ein Risiko, das mit höheren Dosen zunimmt. In der Fachinformation, die in der EU verfügbar ist, wird insbesondere auf das Risiko höherer Dosen (4 g täglich) hingewiesen. Aber auch schon kleinere Dosen (ab 1 g/Tag) führen häufiger zu Vorhofflimmern als ein Placebo. Informationen zum Risiko eines Vorhofflimmerns sind in der Schweiz nur zum Omega-3-Derivat Icosapent-Ethyl (Vazkepa®) publiziert; bei den verschiedenen Fischöl-Präparaten (z.B. «Burgerstein EPA-Kapseln», «Norsan Omega-3 Fischöl-Kapseln») fehlt diese Information. Das schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft schreibt zudem auf der Internetseite «Agroscope» den Omega-3-Fettsäuren ausschliesslich positive Eigenschaften zu.   

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Fischöl und Vorhofflimmern (3. Juni 2024)
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pharma-kritik, 45/No. 6
PK1306
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