Unabhängige Quellen (Dezember 2021)

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 43 , Nummer 5, PK1181
    Redaktionsschluss: 21. Dezember 2021
  • Dapagliflozin als Herzmittel

    Auch bei Personen ohne Diabetes beeinflusst Dapagliflozin (Forxiga®) kardiovaskuläre Ereignisse besser als ein Placebo, hat jedoch verschiedene Nebenwirkungen.

    Kaliumzufuhr mit der Nahrung

    Unsere Ernährung sollte möglichst viele kaliumreiche Gemüse, Früchte und Hülsenfrüchte enthalten.

    Zähne nicht vernachlässigen

    Besonders bei Personen, die viele Medikamente benötigen, soll der Zustand des Gebisses gut überwacht werden.

    Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

    Kopfschmerzen können in der Schwangerschaft wie sonst behandelt werden, sekundär allenfalls auch mit Triptanen.

    Tropfen richtig dosieren

    Bei verschieden dosierten Tropflösungen (Beispiel: Trama­dol) muss besonders auf die richtige Tropfenmenge geachtet werden, um Fehldosierungen zu vermeiden.  

    Therapie von Nagelmykosen

    Eine lokale Therapie von Nagelmykosen verursacht deutlich weniger Nebenwirkungen als eine orale Therapie.


Dapaglifozin als Herzmittel
Dapagliflozin (Forxiga®) ist jetzt wie Empagliflozin (Jardiance®) auch bei Personen ohne Diabetes mellitus zur Behandlung einer Herzinsuffizienz zugelassen. Die Indikation ist als Zusatztherapie bei Erwachsenen mit einer reduzierten linksventrikulären Auswurffraktion (≤40%, NYHAKlasse II-IV) definiert. In der «Revue Prescrire» werden die Argumente für und gegen die Verwendung von Dapagliflozin bei dieser Indikation diskutiert. Die Personen, die in der in diesem Zusammenhang wichtigsten Studie behandelt worden waren, hatten bereits eine individuell «optimierte» Therapie, insbesondere mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensin-Rezeptorblocker, einem Betablocker, einem Aldosteron-Antagonisten und einem Schleifendiuretikum. Nach median 18 Monaten unter Dapagliflozin erreichten rund 16% den kombinierten Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, Spitaleinweisung oder Notfallkonsultation wegen verschlimmerter Herzinsuffizienz), unter Placebo dagegen 21% - ein signifikantes und vom Vorhandensein eines Diabetes unabhängiges Resultat. Als problematisch werden die unerwünschten Wirkungen (Infektionen im Urogenitalbereich, mögliche Ketoazidose und Folgen einer Hypovolämie) sowie das Fehlen eines kontrollierten Vergleichs mit Sacubitril/Valsartan (Entresto®) bezeichnet.

Kaliumzufuhr mit der Nahrung
Die Zeitschrift «Worst Pills, Best Pills» widmet einen längeren Text den Vorteilen einer genügenden Kaliumzufuhr mit der Nahrung und weist darauf hin, dass eine «westliche» Diät oft zu wenig Kalium enthält. Eine Ernährung, die vermehrt Kalium und sparsam Natrium vermittelt, kann zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen beitragen. Schlüsselelemente einer kaliumreichen Kost sind Gemüse, Früchte und Hülsenfrüchte. Im Allgemeinen wird «überschüssiges» Kalium problemlos mit dem Urin ausgeschieden. Bei Personen, die ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker oder Kalium-sparende Diuretika einnehmen müssen, kann es jedoch – unabhängig von der Ernährung – zu einer Hyperkaliämie kommen. Entsprechend sind periodische Laborkontrollen an
Geschätzte Lesedauer: Von 4 bis 6 Minuten

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Unabhängige Quellen (Dezember 2021) (21. Dezember 2021)
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pharma-kritik, 43/No. 5
PK1181