• Ösophageale Dysfunktion durch Opioide
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 27. Dezember 2025

Eine auf Fallberichten beruhende Analyse der kanadischen Arzneimittelbehörde lässt vermuten, dass Opioide bei längerdauernder Anwendung eine ösophageale Dysfunktion hervorrufen können. Die betroffenen Personen hatten während mehrerer Wochen bis Monaten ein Opioid erhalten, in einer Morphin-Äquivalenzdosis von 30 bis 300 mg/Tag (wobei ein dosisabhängiger Effekt zu beobachten war). Bei den Symptomen, die als Ausdruck der ösophagealen Dysfunktion bewertet wurden, handelte es sich um Schluckstörungen, Refluxbeschwerden oder Thoraxschmerzen.

Mitteilung von «Health Canada»: Prescription Opioids – Assessing the Potential Risk of Esophageal Dysfunction With Long-term Use

  • Bisphosphonate und Glaukom
  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 12. Dezember 2025

Nachdem einzelne Fallberichte einen möglichen Zusammenhang zwischen Bisphosphonaten und dem Auftreten eines Glaukoms postuliert hatten, wurde zu dieser Frage eine Fall-Kontroll-Studie durchgeführt. Man verglich 372 Fälle eines akuten Engwinkelglaukoms und 3184 Fälle eines Weitwinkelglaukoms mit Kontrollgruppen, bei denen sich kein Glaukom entwickelt hatte. Als Referenz, für die man das relative Risiko auf 1 setzte, dienten Frauen, die wegen einer Osteoporose mit Raloxifen (Evista®) behandelt worden waren.
Es zeigte sich, dass Personen mit einem Engwinkelglaukom signifikant häufiger ein Bisphosphonat erhalten hatten als diejenigen in der Kontrollgruppe, wobei das relative Risiko mit 1,78 (1,05–3,01) berechnet wurde. Aufgetrennt nach den einzelnen Substanzen, war es jedoch nur Risedronat (Actonel®), bei dem der Unterschied signifikant war und welches das Gesamtergebnis in dieser Weise beeinflusste.
Beim Weitwinkelglaukom konnte kein signifikanter Zusammenhang mit der Einnahme eines Bisphosphonats festgestellt werden.

Kurzform der Studie aus «Eye»: Risk of glaucoma with bisphosphonate use in patients with osteoporosis: a case-control study