- Übersicht zu den Nebenwirkungen von Venlafaxin (Efexor® u.a.)
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 16. Juli 2025
In einer systematischen Übersicht befasste man sich mit den Nebenwirkungen von Venlafaxin. Als Grundlage dienten 28 Studien, in denen Venlafaxin bei Personen mit einer schweren depressiven Episode mit Placebo verglichen worden war.
Als primärer Endpunkt wurde untersucht, ob Venlafaxin die Suizidalität verstärkt. Dies liess sich nicht nachweisen; mangels genügend zuverlässiger Daten sei aber ein abschliessendes Urteil nicht möglich.
Im Übrigen zeigte sich, dass Venlafaxin signifikant häufiger zu Nebenwirkungen geführt hatte, die man als folgenschwer einstufte, wie sexuelle Funktionsstörungen und Anorexie (RR = 2,66 [1,67–4,25]). Auch weniger gravierende Nebenwirkungen wie Übelkeit, Mundtrockenheit, Schwindel, Schwitzen, Schläfrigkeit, Verstopfung, Nervosität, Schlafstörungen, Asthenie, Zittern und Appetitverminderung traten unter Venlafaxin vermehrt auf (RR = 1,43 [1,21–1,69]).
Alle berücksichtigten Studien dauerten höchstens 12 Wochen. Angesichts dessen, dass Venlafaxin von vielen Leuten jahrelang eingenommen werde, sei es umso bedenklicher, dass es keine Daten zur Langzeitverträglichkeit gebe.
Volltext der systematischen Übersicht aus «Epidemiology and Psychiatric Sciences»: The risks of adverse events with venlafaxine for adults with major depressive disorder: a systematic review of randomised clinical trials with meta-analysis and Trial Sequential Analysis
Früherer BDN-Text zu Venlafaxin: Venlafaxin (Efexor® u.a.) hilft nicht bei Menière-Krankheit
- Unter Immuncheckpoint-Hemmern nimmt Psoriasis-Risiko zu
- Verfasst von: Urspeter Masche
- Datum: 3. Juli 2025
Immuncheckpoint-Hemmer sind monoklonale Antikörper, die zur Immuntherapie bei verschiedenen bösartigen Tumoren eingesetzt werden.
Fallberichte liessen vermuten, dass Immuncheckpoint-Hemmer das Risiko einer Psoriasis erhöhen. Dies wurde jetzt in einer grossen retrospektiven Kohortenstudie bestätigt. Bei Krebskranken, die einen Immuncheckpoint-Hemmer erhalten hatten, entwickelte sich bei 5,76 Behandelten pro 1000 Personenjahre eine Psoriasis; bei Krebskranken, die keine solchen Medikamenten bekommen hatten, betraf es lediglich 1,44 Behandelte pro 1000 Personenjahre. Daraus errechnete sich – unter Anwendung von verschiedenen Korrekturfaktoren – eine «Hazard Ratio» von 2.43 (1,41–4,20).
Volltext der Studie aus «JAMA Dermatology»: Psoriasis Risk With Immune Checkpoint Inhibitors
