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Homocystein-senkende Vitamine haben keinen Einfluss auf kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 16. Mai 2006

Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 senken die Konzentration von Homocystein, das als kardiovaskulärer Risikofaktor gilt. Zwei grosse Doppelblindstudien zeigen nun aber, dass sich die Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse durch eine entsprechende Vitamingabe nicht beeinflussen lässt. In der einen Studie erhielten rund 5500 Personen mit einer atherosklerotischen Gefässkrankheit oder mit Diabetes mellitus Placebo oder ein Kombinationspräparat mit Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6. Nach einer Beobachtungszeit von fünf Jahren fand sich beim primären Endpunkt – der Summe aus Herzinfarkten, Schlaganfällen und kardiovaskulär bedingten Todesfällen – kein signifikanter Unterschied. In der anderen Studie befasste man sich mit über 3700 Personen, die einen Myokardinfarkt erlitten hatten. Auf vier Gruppen verteilt, bekamen sie entweder Placebo oder die drei Vitamine in verschiedener Kombination. Auch hier liess sich das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses durch Vitamine nicht senken; es ergab sich sogar der Hinweis, dass die Kombination aller drei Vitamine das Risiko leicht erhöht. Abstracts der beiden Studien auds dem "New England Journal of Medicine":
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/354/15/1567
http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/354/15/1578

 
Homocystein-senkende Vitamine haben keinen Einfluss auf kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität (16. Mai 2006)
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