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Erhöhen Protonenpumpenhemmer das Risiko einer pseudomembranösen Kolitis?

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 14. Oktober 2006

Das Ergebnis einer kürzlich publizierten Fall-Kontroll-Studie lässt vermuten, dass Protonenpumpenhemmer das Risiko der durch Clostridium difficile verursachten pseudomembranösen Kolitis erhöhen. Als Fälle dienten Personen, die ambulant mit oralem Vancomycin (Vancocin®) behandelt worden waren – wofür die pseudomembranöse Kolitis einzige Indikation ist. Es zeigte sich, dass vor der Vancomycin-Verschreibung in der Fallgruppe signifikant mehr Antibiotika ("Odds Ratio" = 8,2), aber auch signifikant häufiger Protonenpumpenhemmer (OR = 3,5) eingesetzt worden waren als in der Kontrollgruppe. Keinen Unterschied fand man hingegen bei der Verwendung von H2-Rezeptorantagonisten.

Fall-Kontroll-Studie und Begleitkommentar aus dem "Canadian Medical Association Journal":
http://www.cmaj.ca/cgi/content/full/175/7/745
http://www.cmaj.ca/cgi/content/full/175/7/757

Frühere BDN-Texte zu den Protonenpumpenhemmern:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn130.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn145.html

 
Erhöhen Protonenpumpenhemmer das Risiko einer pseudomembranösen Kolitis? (14. Oktober 2006)
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