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Tennisellbogen: Schlechtes Langzeitergebnis mit Steroidinjektionen

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 8. Januar 2007

In einer Studie mit knapp 200 Personen, die an einem Tennisellbogen (Epicondylitis radialis) litten, wurden drei verschiedene Massnahmen verglichen: (1) lokale Injektionen mit einem Kortikosteroid (10 mg Triamcinolon = Kenacort® A u.a.), (2) Physiotherapie inklusive einem Heimprogramm und (3) reines Abwarten ("wait and see"). Während der ersten 6 Wochen wirkte die Steroidinjektion deutlich besser als die beiden anderen Massnahmen. Danach kehrte sich aber das Bild, auch weil es in der Steroidgruppe zu Rückfällen kam: der Prozentsatz der Behandelten, bei denen die Beschwerden vollständig oder grossenteils verschwunden waren, erreichte in der Physiotherapie-Gruppe nach einem halben Jahr 86% und nach einem Jahr 94%; in der "Wait-and-see"-Gruppe waren es 83% bzw. 90%, in der Steroidgruppe nur 45% bzw. 68% (was gegenüber beiden anderen Gruppen signifikant schlechter war). Volltext der Studie aus dem "British Medical Journal":
http://www.bmj.com/cgi/content/full/333/7575/939

 
Tennisellbogen: Schlechtes Langzeitergebnis mit Steroidinjektionen (8. Januar 2007)
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