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Phenylpropanolamin wird in den USA aus dem Handel gezogen

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 8. November 2000

Phenylpropanolamin, ein sympathomimetisches Amin, das einerseits als Appetitzügler, andererseits in Kombinationspräparaten gegen Schnupfen und Husten verwendet wird, soll in den USA zurückgezogen bzw. aus allen Präparaten entfernt werden. Dieser Entscheid der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beruht auf etlichen Fallberichten sowie den Ergebnissen einer soeben veröffentlichten Fall-Kontroll-Studie, die schliessen lassen, dass Phenylpropanolamin in Zusammenhang mit intrakraniellen Blutungen steht. 702 Personen mit einer subarachnoidalen oder intrazerebralen Blutung waren 1376 Kontrollpersonen gegenübergestellt worden. Dabei zeigte sich, dass Personen mit intrakraniellen Blutungen in den drei Tagen vor dem Ereignis häufiger Phenylpropanolamin eingenommen hatten als die Kontrollpersonen; bei dem Kollektiv, das Phenylpropanolamin als Appetitzügler verwendet hatte, war der Unterschied signifikant. Das Risiko einer intrakraniellen Blutung unter Phenylpropanolamin scheint bei Frauen höher zu sein als bei Männern..

Mitteilung der FDA: http://www.fda.gov/bbs/topics/ANSWERS/ANS01051.html

Volltext der Fall-Kontroll-Studie (vorzeitige Internet-Publikation des «New England Journal of Medicine»): http://www.nejm.org/content/kernan/1.asp#T1

Liste der Schweizer Präparate, die Phenylpropanolamin enthalten: http://www.kompendium.ch/app/result_body_wrk_d.cfm?Search=3139

 
Phenylpropanolamin wird in den USA aus dem Handel gezogen (8. November 2000)
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