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Hormonsubstitution in der Postmenopause zeigt keinerlei präventiven Nutzen

Autor(in):
Datum: 5. Juli 2002

In der HERS-Studie («Heart and Estrogen/Progestin Replacement Study») hatte man sich mit über 2'500 Frauen in der Menopause befasst, die an einer koronaren Herzkrankheit litten. Vier Jahre lang erhielten sie doppelblind eine Östrogen-/Gestagen-Kombination oder Placebo. Anschliessend wurde die Studie während knapp drei Jahren offen weitergeführt; diese Ergebnisse sind nun soeben in der Zeitschrift JAMA publiziert worden (HERS II) und bestätigen die bisherigen Daten. Auch nach siebenjähriger Beobachtungszeit war in Bezug auf Herzinfarkt- oder Schlaganfallrate kein Unterschied zwischen der Hormon- und der Placebogruppe festzustellen. Dagegen traten unter der Hormonsubstitution rund doppelt so viele Beinvenenthrombosen und Lungenembolien auf, vor allem in den ersten Behandlungsjahren; ferner wurden fast anderthalbmal mehr Gallenstein-Operationen durchgeführt. Bei der Häufigkeit von bösartigen Tumoren und von Knochenfrakturen sowie bei der Gesamtmortalität zeigten sich zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede.

Abstracts der aktuellen Publikationen:
http://jama.ama-assn.org/issues/current/abs/joc20521.html
http://jama.ama-assn.org/issues/current/abs/joc20522.html

Frühere BDN-Texte zur Hormonsubstitution:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn08.html
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn10.html

 
Hormonsubstitution in der Postmenopause zeigt keinerlei präventiven Nutzen (5. Juli 2002)
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