Antibiotika und erhöhte Frühgeburtlichkeit

  • Verfasst von: Urspeter Masche
  • Datum: 14. Juni 2022

In einer schwedischen Kohortenstudie, in der die Daten von knapp 500'000 Erstschwangerschaften ausgewertet wurden, beobachtete man, dass bei Frauen, die während der Schwangerschaft ein Antibiotikum erhalten hatten, häufiger Frühgeburten auftraten als bei den nicht mit einem Antibiotikum behandelten Frauen. Die «Odds Ratio» betrug 1,09 (1,06–1,13), bei Frauen, die an einer chronischen Erkrankung litten (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankung), sogar 1,32 (1,18–1,48). Als möglicher Zusammenhang wird vermutet, dass Veränderungen des intestinalen oder vaginalen Mikrobioms das Frühgeburts-Risiko erhöhen.

Volltext der Studie aus dem «Journal of Antimicrobial Chemotherapy»: Antibiotic use during pregnancy and the risk of preterm birth: a population-based Swedish cohort study

News: Antibiotika und erhöhte Frühgeburtlichkeit (14. Juni 2022)
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