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Mögliche Antibiotika-Langzeitfolgen durch Schädigung des Mikrobioms

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 4. November 2019

Eine Behandlung mit Antibiotika beeinflusst die Magen-Darm- und die Hautflora, was immunologische Veränderungen zu induzieren scheint. Auf mögliche Langzeitfolgen, die sich daraus ergeben, weisen zwei Fall-Kontroll-Studien hin. Die eine Studie zeigte, dass bei Leuten mit der Diagnose einer rheumatoiden Arthritis signifikant häufiger Antibiotika verschrieben worden waren als in der Kontrollgruppe. In der anderen Studie liess sich das gleiche beobachten bei Leuten, die an einem Kolonkarzinom erkrankt waren, wobei ein signifikanter Zusammenhang nur bei proximalen Kolonkarzinomen nachweisbar war (bei Personen mit Rektumkarzinomen lag der Antibiotikaverbrauch sogar niedriger als in der Kontrollgruppe). Beide Studien kommen zum Schluss, dass es sich um dosisabhängige Phänomene handelt.

Volltext der ersten Studie aus «BMC Medicine»: Antibiotic use and the risk of rheumatoid arthritis: a population-based case-control study

Kurzform der zweiten Studie aus «Gut»: Oral antibiotic use and risk of colorectal cancer in the United Kingdom, 1989–2012: a matched case-control study

Früherer BDN-Text zum Thema: Kolonadenom-Risiko durch Antibiotika

 
Mögliche Antibiotika-Langzeitfolgen durch Schädigung des Mikrobioms (4. November 2019)
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