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Schwangerschafts-Cholestase: Ursodeoxycholsäure (Ursofalk® u.a.) verbessert den Schwangerschaftsverlauf nicht

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 8. September 2019

Die durch Juckreiz charakterisierte intrahepatische Schwangerschafts-Cholestase betrifft rund 1% der schwangeren Frauen und ist zum Beispiel mit einer erhöhten Frühgeburtlichkeit assoziiert. In schweren Fällen ist auch eine orale Behandlung zu erwägen, wobei Ursodeoxycholsäure wahrscheinlich das am häufigsten eingesetzte Medikament ist. In einer placebokontrollierten Studie mit 604 schwangeren Frauen zeigte sich nun aber, dass Ursodeoxycholsäure (500 bis 2000 mg/Tag) für den Fetus bzw. das Neugeborene nicht prognoseverbessernd wirkt, das heisst weder die perinatale Mortalität, die Frühgeburtlichkeit noch die Zahl an Verlegungen auf die Neugeborenen-Intensivstation signifikant reduziert.

Volltext der Studie aus dem «Lancet»: Ursodeoxycholic acid versus placebo in women with intrahepatic cholestasis of pregnancy (PITCHES): a randomised controlled trial

Übersicht zur Schwangerschafts-Cholestase: Review of a challenging clinical issue: Intrahepatic cholestasis of pregnancy

 
Schwangerschafts-Cholestase: Ursodeoxycholsäure (Ursofalk® u.a.) verbessert den Schwangerschaftsverlauf nicht (8. September 2019)
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