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Kieferknochennekrosen unter Bisphosphonaten

Verfasst von: Urspeter Masche
Datum: 6. Juni 2005

In verschiedenen Publikationen ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass Bisphosphonate zu einer Osteonekrose von Mandibula oder Maxilla führen können. Diese Nebenwirkung ist bislang vor allem bei Patient(inn)en beobachtet worden, die wegen eines Krebsleidens eines der intravenös verabreichten Bisphosphonate (Pamidronat = Aredia®, Zoledronat = Zometa®) – zum Teil in Kombination mit Kortikosteroiden und Zytostatika – erhalten hatten; in Einzelfällen waren aber auch andere Bisphosphonate wie zum Beispiel Alendronat (Fosamax®) involviert. Die Kiefernekrosen, die sich in Schmerzen, einer Funktionsstörung oder einer Entstellung äussern und schwer zu behandeln sind, traten meist nach zahnärztlichen Eingriffen (Zahnextraktion u.a.) auf. Es wird deshalb empfohlen, vor einer intravenösen Bisphosphonat-Behandlung eine zahnärztliche Untersuchung zu veranlassen bzw. während einer solchen Therapie nur im Notfall invasive zahnärztliche Eingriffe durchzuführen.

Internetquellen, die sich mit den Osteonekrosen unter Bisphosphonaten befassen:
http://www.hc-sc.gc.ca/hpfb-dgpsa/tpd-dpt/aredia_zometa_hpc_e.pdf
http://www.mja.com.au/public/issues/182_08_180405/pur10144_fm.html
http://theoncologist.alphamedpress.org/cgi/content/short/10/5/301#R10

Früherer BDN-Text zu Bisphosphonaten:
http://www.infomed.org/bad-drug-news/bdn89.html

 
Kieferknochennekrosen unter Bisphosphonaten (6. Juni 2005)
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