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Anagrelid (Xagrid®) ist bei essentieller Thrombozythämie weniger wirksam als Hydroxycarbamid (Litalir®)

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 8. Juli 2005

Anagrelid, ein neues Medikament, das die Megakaryozyten-Reifung hemmt, wird zur Behandlung der essentiellen Thrombozythämie empfohlen. Eine soeben publizierte Studie lässt allerdings vermuten, dass es der – im Übrigen auch weitaus billigeren – Referenzsubstanz Hydroxycarbamid (Hydroxyharnstoff) unterlegen ist: Über 800 Personen mit essentieller Thrombozythämie, bei denen aufgrund einer hohen Thrombozytenzahl (über 1 Million/µl) und weiterer Kriterien ein hohes Risiko für ein vaskuläres Ereignis bestand, erhielten neben niedrigdosierter Acetylsalicylsäure entweder Anagrelid oder Hydroxycarbamid. Nach einer medianen Beobachtungszeit von mehr als 3 Jahren hatten – bei vergleichbarer Reduktion der Thrombozytenzahl – in der Anagrelid-Gruppe 14%, in der Hydroxycarbamid-Gruppe dagegen nur 9% der Behandelten eine arterielle oder venöse Thrombose oder eine ernsthafte Blutung erlitten. Unter Anagrelid war auch signifikant häufiger eine Transformation in eine Osteomyelofibrose aufgetreten. Abstract der Studie aus dem "New England Journal of Medicine":
http://content.nejm.org/cgi/content/short/353/1/33

 
Anagrelid (Xagrid®) ist bei essentieller Thrombozythämie weniger wirksam als Hydroxycarbamid (Litalir®) (8. Juli 2005)
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