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Fern von zuhause

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Zusammerfasser(in): Etzel Gysling
infomed screen Jahrgang 22 (2018), Nummer 4
Datum der Ausgabe: Juli 2018

Summertime – wer wollte da nicht wenigstens zeitweise weit vom heimischen Computer entfernt das «leichte» Leben geniessen? Will man aber zwar nicht erreichbar, aber doch «digital aktionsfähig» bleiben, muss man sich entsprechend vorsehen. Vielleicht würde man unterwegs gern eine Notiz oder auch Fotos speichern, auf Adressen oder Dokumente zugreifen, die normalerweise zuhause untergebracht sind? Wir haben uns ja so sehr daran gewöhnt, quasi immer alles im Handumdrehen vor Augen zu haben.

Ohne Internet? Ja, man kann ohne Internet sehr viel verfügbar halten, verwenden und verändern. Dafür genügt es grundsätzlich, die notwendigen Inhalte auf einem Speicher bereit zu halten. Diese lassen sich dann mit einem Rechner beliebiger Art (Laptop, Tablet, oder über einen fremden PC) abrufen und bearbeiten. Der Speicherort kann individuell bestimmt werden, z.B. auf einem einfachen USB-Stick, auf einer portablen Festplatte oder auf dem mitgeführten Tablet oder Laptop. Reine Speichermedien lassen sich ja praktisch an jedem beliebigen Computer anschliessen und so verwenden. Will man dabei vermeiden, mit dem «gastgebenden» Computer zu interferieren, führt man am besten sogen. portable Apps mit sich (siehe: https://portableapps.com) und hat so z.B. das eigene Textprogramm, PDF-Viewer, Foto- und Musikprogramm. Hat man mehr als nur das Speichermedium bei sich, so stehen auf dem Tablet (wie auch auf dem Smartphone) oder Laptop die nötigen Programme ja auf alle Fälle zur Verfügung.

Wer sich aber dafür entscheidet, das Internet auch in der Ferne gelegentlich zu verwenden, muss auf alle Fälle eine elementare Vorsichtsmassnahme beachten. Wenn man nicht will, dass die eigenen Daten in fremde Hände geraten, darf man keine unverschlüsselten Verbindungen (z.B. im Hotel oder über ein «öffentliches» WLAN) verwenden. Grundsätzlich stehen mit dem Internet zwei Optionen zur Verfügung: die Verwendung eines Online-Speichers (in der «Cloud») oder die Verbindung mit dem Computer (oder mit dem Netzwerk-verbundenen Speichermedium – NAS) zuhause.

Wenn man dem Anbieter eines Online-Speichers Vertrauen schenkt, dann ist die Cloud-Lösung vielleicht einfacher. In der Schweiz bietet die Swisscom jedermann kostenlos 15 GB Speicherplatz an (https://start.mycloud.ch). Als Vorteil der Schweizer Lösung wird genannt, dass die Daten in Rechenzentren in der Schweiz aufbewahrt werden. Andere Provider wie beispielsweise Microsoft (OneDrive), Google (Drive) und Dropbox sind auch nicht geizig und bieten teilweise mehr Komfort. Erst wenn man wirklich grosse Datenmengen in der Cloud aufbewahren will, muss man dafür bezahlen. Obwohl alle Anbieter unterstreichen, dass die Übermittlung der Daten verschlüsselt erfolgt, ist man wohl auf «fremden» Servern nicht restlos sicher vor Hackern.

Auch der Zugriff auf Daten im heimischen Computer ist nicht schwierig. Es gibt viele sogenannte Remote-Programme (siehe: https://pkweb.ch/2Ldjr50). Voraussetzung dabei ist allerdings, dass der Rechner (bzw. der NAS) läuft oder aus der Ferne geweckt werden kann. Letztere Übung ist nicht immer ganz einfach. Wenn es klappt, so kann man alles quasi wie zuhause bedienen.

Etzel Gysling

 

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Fern von zuhause (Juli 2018)
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