CPAP bei zentraler Schlafapnoe enttäuschend

  • r -- Bradley TD, Logan AG, Kimoff RJ et al. Continuous positive airway pressure for central sleep apnea and heart failure. N Engl J Med 2005 (10. November); 353: 2025-33 [Link]
  • Zusammengefasst von:
  • infomed screen Jahrgang 10 (2006) , Nummer 2
    Datum der Ausgabe: Februar 2006

Studienziele
Bei einer Herzinsuffizienz können nächtliche Apnoe-/Hypopnoephasen auftreten, die nicht von einer Obstruktion der Atemwege verursacht werden. In dieser kanadischen Multizenter- Studie ging es darum, herauszufinden, ob eine nichtinvasive Überdruck-Atemhilfe («continuous positive airway pressure» CPAP) bei solchen zentralen Schlafapnoe-Störungen Todesfälle und Herztransplantationen verhindern kann.

Methoden
258 Kranke mit Herzinsuffizienz und zentralem Schlafapnoe- Syndrom wurden nach dem Zufall in 2 Gruppen eingeteilt: 128 erhielten eine CPAP-Behandlung, 130 keine. Beide Gruppen wurden während 2 Jahren beobachtet.

Ergebnisse
Nach 3 Monaten zeigte sich in der CPAP-Gruppe neben der Reduktion der Apnoephasen eine Reduktion der Norepinephrin- Spiegel sowie eine Verbesserung von O2-Sättigung, linksventrikulärer Herzfunktion und Gehdistanz während 6 Minuten. Keine Differenz bestand jedoch während der ganzen Beobachtungsdauer bezüglich Hospitalisationshäufigkeit, Lebensqualität und des «B-type natriuretic peptide» (BNP). Auch bezüglich der primären Studienendpunkte Tod und Herztransplantation ergab sich mit je 32 Ereignissen pro Gruppe kein Unterschied.

Schlussfolgerungen
Mit der Studie wird gezeigt, dass der Einsatz von CPAPGeräten bei Herzinsuffizienz und zentraler Schlafapnoe Apnoephasen verhindert und die Sauerstoffaufnahme verbessert. Einen Nutzen bezüglich Lebensqualität und Lebensverlängerung konnte die Studie nicht belegen.

Zusammengefasst von Felix Tapernoux

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infomed-screen 10 -- No. 2
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CPAP bei zentraler Schlafapnoe enttäuschend (Februar 2006)