Besser schlafen

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 42 , Nummer 4, PK1117
    Redaktionsschluss: 19. November 2020
  • Die längerfristige Verordnung von Schlafmitteln sollte möglichst vermieden werden. Auch andere Medikamente können bei Schlafstörungen problematisch sein. Eine chronische Insomnie wird nach aktuellem Wissen viel besser nicht-medikamentös behandelt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies auch in der hausärztlichen Praxis zu realisieren.  
Das Wichtigste in Kürze
Da chronische Schlafstörungen die Lebensqualität der betroffenen Personen stark beeinträchtigen können, verdienen sie in der Praxis besondere Aufmerksamkeit. Die für Insomnien entwickelte kognitive Verhaltenstherapie («cognitive behavioral therapy for insomnia», CBT-I) hat sich als gut und nachhaltig wirksam erwiesen. Mehrere Elemente der CBT-I können auch in der hausärztlichen Praxis angewandt werden. Ratschläge zur Schlafhygiene und die Berücksichtigung nicht-medikamentöser Hilfsmittel sind hilfreich, auch wenn für ihren Nutzen keine sichere Evidenz vorhanden ist.  Regelmässige Anwendung der gebräuchlichen Schlafmittel – besonders der Benzodiazepine und verwandter «Z-Medikamente» – führt zur Gewöhnung. Sollte doch einmal ein Schlafmittel notwendig sein, so empfiehlt es sich, ein Benzodiazepin oder ein «Z-Medikament» mit kurzer Halbwertszeit nur zum gelegentlichen Gebrauch zu verordnen.  Depressionen sind häufige Begleiterkrankungen einer Insomnie. Wenn in solchen Fällen eine medikamentöse Therapie indiziert ist, sollten sedierende Antidepressiva (wie z.B. Mirtaz

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Besser schlafen (19. November 2020)
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pharma-kritik, 42/No. 4
PK1117