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Linaglitptin (Trajenta®): Kein Schutz für Herz oder Hirn

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 20. November 2018

In einer Doppelblindstudie wurden fast 7000 Personen mit einem Typ-2-Diabetes mit dem Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer Linagliptin oder Placebo behandelt. Es handelte sich um Patienten und Patientinnen, bei denen bereits eine atherosklerotische Erkrankung sowie eine Nephropathie (eingeschränkte Niereninsuffizienz, Albuminurie) bestanden, die also als Hochrisikogruppe einzuordnen waren. Nach einer Beobachtungszeit von 2,2 Jahren (Medianwert) liess sich beim primären Endpunkt – der Kombination aus kardiovaskulär bedingtem Tod, nicht tödlichem Herzinfarkt und nicht tödlichem Schlaganfall – zwischen den beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied erkennen: unter Linagliptin betrug die Ereignisrate 12,4%, unter Placebo 12,1%.
Die Studie war in einem Nichtunterlegenheits-Schema angelegt, weil es primär darum ging, ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko von Linagliptin auszuschliessen. Das Ergebnis darf aber auch so gelesen werden, dass Linagliptin gegenüber kardiovaskulären Ereignissen keinen Schutz bietet.

Volltext der Studie und aus dem JAMA: Effect of Linagliptin vs Placebo on Major Cardiovascular Events in Adults With Type 2 Diabetes and High Cardiovascular and Renal Risk

 
Linaglitptin (Trajenta®): Kein Schutz für Herz oder Hirn (20. November 2018)
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